USA-Reise September/Oktober 2007
Tennessee und etwas Kentucky

Memphis, Jackson, Nashville, Chattanooga, Pigeon Forge, Rugby, Nashville


Route 2007

Nachdem wir 2006 einige der großen Naturdenkmale und Sehenswürdigkeiten der USA und Kanadas (Rundreisen an der West- und Ostküste) besucht haben, wollten wir in diesem Jahr zu den Wurzeln der Country- und Bluesmusik reisen. Wir suchten uns mit Absicht eine kleinere Route aus, damit genügend Zeit bleibt, Musik zu hören und Linedance zu sehen und natürlich mitzumachen. Bewußt wollten wir nicht die von Touristen aus aller Welt besuchte CMA-Fan-Fair besuchen, sondern den Alltag, das Land, die freundlichen Menschen und die Natur Tennessees erleben.

Um es vorweg zu nehmen: Es war eine rundum gelungene Reise, wenn auch teilweise ganz anders als erwartet!

Unsere Tour startete in Memphis/TN: Beale Street, Sun-Studios und Graceland (Wohnhaus und Grab von Elvis). Wir sind zwar nicht die großen Elvis-Fans, aber interessant war es schon einmal die Villa des King zu sehen. Dort gibt es übrigens eine Radiostation, die nur Elvis-Musik spielt. In der Beale Street im Zentrum von Memphis geht es am Mittag langsam los, Musik über Musik auf der Straße in unzähligen Clubs, Restaurants, Kneipen…und nicht wie erwartet nur Blues. Nein: R&B, Soul, Boogie, Rock'n'Roll, Rock'a'Billy, Popmusik und auch Country-Musik, einfach toll und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Graceland     Elvis Presley

Ein Wohnzimmer von Elvis in Graceland                               Elvis' Goldene Schllplatten

Unser Weg führte uns dann vorbei an vielen Baumwollfeldern über Nutbush/TN (Fans wissen natürlich, dass das der Geburtsort von Tina Turner ist, die auch eine Country-CD aufnahm!), Jackson/TN und einem Besuch der Ranch von Loretta Lynn nach Nashville/TN.

Nutbush/TN     Ranch von Loretta Lynn

Nutbush/TN Geburtsort von Tina Turner                               Ranch von Loretta Lynn

Dort wohnten wir in einem Hotel "near Opryland" und unsere Suche galt am ersten Abend einer Linedance-Hall. Von Berichten von Freunden, aus dem Fernsehen und dem Internet kannten wir den "Wildhorse Saloon" in der Innenstadt am Ufer des Cumberland River - die Adresse für Linedance. Selbst auf Nachfrage im Hotel erfuhren wir, es gäbe nur den Wildhorse Saloon. Da das für den ersten Abend in Nashville recht weit war, sahen wir uns in der Umgebung von Opryland um und entdeckten den "Nashville Palace", eine super Linedancehalle mit Live-Musik. Dort waren hauptsächlich einheimische Line- und Coupledancer, super Live-Musik. Ein toller Abend.

Am nächsten Tag sahen wir uns das Ryman Auditorium (die wirklich alte "Grand Ole Opry" in der Innenstadt), die Hall of Fame, den Broadway (die Hauptstraße mit unzähligen Bars, Clubs…) an. Am Abend kam dann der obligatorische Besuch der Grand Ole Opry in Opryland. Dort sahen wir neben Josh Turner, Connie Smith, Joe Diffie, Ashton Shepherd, den Opry Square Dancers und vielen anderen auch Porter Wagoner bei einem seiner letzten Auftritte.

Porter Wagoner     Nashville/TN

Grand Ole Opry: Porter Wagoner                               Sky-Line von Nashville/TN

Inzwischen wurde Josh Turner übrigens in die Opry aufgenommen. Danach besuchten wir einen der zwei Ernest Tubb Record Shops in Nashville. Dort fand gerade eine der regelmäßig sehr gut besuchten Midnight Jamborees statt, auf denen aktuelle CD's live vorgestellt werden.

Unsere Tour ging dann weiter über Lynchbourg/TN (Jack Daniels Destillerie), Chattanooga (Chattanooga Choo Choo), das Gebiet der Cherokee-Indianer, die Great Smokie Mountains und Fort Loundon nach Piegon Forge, einer Touristenhochburg in Tennessee mit dem Vergnügungspark "Dollywood". Dieser bietet für Groß und Klein Interessantes und ein Tag dort ist sehr schnell vorbei. Auf unzähligen Bühnen gibt's Live-Shows, Handwerkervorführungen, eine Zugfahrten mit einer historischen Dampflok, Giftshops (Souvenirs), Achterbahn, Wildwasserfahrten (Rafting) und Vieles mehr.

Dollywood bei Pigeon
Forge/TN

Dollywood bei Pigeon Forge/TN

über Knoxville, Oak Ridge (Kernforschungszentrum, in dem die Atombombe entwickelt wurde), das Museum Of Technologie And Sience in Oak Ridge, Rugby (historische Stadt als Museum - sehenswert!) ging es dann zurück nach Nashville unserer letzten Station der Reise.

Dieses Mal wohnten wir nahe der Innenstadt und waren somit dichter am Geschehen: Country-Live Musik überall. Vom 05.10.-07.10. fand im Nashville Convention Center das Fan Fest zur "World Of Bluegrass" - Messe statt. Wir entschlossen uns kurzerhand diese Messe einen Tag (und Abend) lang zu besuchen. Das wurde zu einem weiteren Höhepunkt unserer Reise. Bluegrass-Live vom Feinsten: Emmylou Harris, Earl Scuggs, Rascal Flatts, Doyle Lawson & Quicksilver, Claire Lynch, um nur einige zu nennen, Musiker "zum Anfassen", Vorführungen im Clogging, eine Instrumentenmesse. Einfach toll. Die World Of Bluegrass findet übrigens jährlich statt: Die nächste vom 29.09. bis 05.10.2008.

Doyle Lawson     Earl Scuggs

World Of Bluegrass: Doyle Lawson                               World Of Bluegrass: Earl Scuggs


Emmylou Harris     Wildhorse Saloon,
Nashville/TN

World Of Bluegrass: Emmylou Harris                                        Im Wildhorse Saloon, Nashville/TN

Ein Besuch im berühmten "Wildhorse Saloon" durfte natürlich auch nicht fehlen: Dort gab es gute Live-Musik aber sehr wenig Linedance. Für Besucher (dort fast nur Touristen) gab's Workshops u .a. "Country Walking", allerdings zu amerikanischer Country-Musik. Rednex scheint dort nicht besonders populär zu sein.

Zum Abschluss der Tour war ein Besuch des Museums "Willie Nelson & Friends" auch sehr beeindruckend.

Was war nun anders als erwartet:

Insgesamt haben wir haben viel weniger getanzt als erwartet, aber dafür sehr viele Eindrücke mitgebracht - eine (auch für Linedancer) sehr empfehlenswerte Reise, besonders im Herbst (vom Klima erträglich und nach den Sommerferien nicht mehr so überlaufen).


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