USA-Reise Juli/August 2013
Seattle & Montana

Aus dem Land der Rockies, der Ranches und des Rodeo
Reisebericht einer Reise in und um Montana von Angelika & Ferdi


Karte

Als unsere 5. USA-Reise planten wir dieses Mal eine Rundreise in besonders dünn besiedelte Gebiete im Nordwesten der USA:
Von Seattle über Washington und Idaho nach Montana und nach einem Abstecher über Colorado wieder zurück. Flug und Mietwagen (SUV) buchten wir hier, Hotels dann vor Ort. Bei der Planung (gut, dass es das Internet gibt) entdeckten wir viele interessante Reiseziele, die wir dann in unsere Route aufnahmen. Hier können wir nur ein paar Highlights erwähnen:

SpaceNeedle

Start und Ende unserer Reise war Seattle, die größte Stadt im amerikanischen Nordwesten. Sie wurde bereits mehrfach zur beliebtesten Stadt der USA gewählt. Hier erinnerte vieles einerseits an deutsche Großstädte und andererseits auch an San Francisco: Enge Straßen, in der Innenstadt überall nicht unerhebliche Parkgebühren, z.T. steile Straßen und die Freundlichkeit und Rücksichtnahme der Autofahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Wenn Ihr Seattle besucht sollten nicht auslassen: Den berühmtesten Fischmarkt Amerikas (Pike Place Fishmarket), die Amphibien-Standrundfahrt mit viel Spaß durch Seattle "Ride the Ducks" und den 184 m hohen Aussichts- und Restaurantturm "Space-Needle" mit einer herrliche Aussicht bis zum Mount-Rainier NP.

RideTheDucks

PikePlaceFish

Den Glacier Nationalpark gelegen nahe der Grenze zu Kanada mit der "Going-To-The-Sun Road" die Ihrem Namen voll gerecht wird. Einzigartige Hochgebirgsflora und -fauna und eine traumhafte Landschaft (vergleichbar z.B. mit der Großglockner-Hoch-Alpenstraße) durften wir bei herrlichstem Wetter erleben.

GLacierNP

Ein kleines, jährlich stattfindendes Rodeo (2013 zum 49. Mal) in Stanford/Montana (412 Einwohner) ist "CMR Stampede". Das nach Charles M. Russell (Maler, 1864-1926) benannte Volksfest ist völlig anders als die großen "Cheyenne Frontier Days" in Wyoming. Viel kleiner, familiärer und vielleicht sogar ein bisschen vergleichbar mit Dorfjubiläen bei uns. Attraktionen waren neben dem Rodeo, ein Quick-Draw-Wettbewerb (Schnellzeichnen) mit anschließender amerikanischer Auktion der Bilder, Country Musik einer lokalen Country-Band, ein Streetdance am Abend auf der Hauptstraße der Stadt, ein Kinderprogramm und selbsthergestellte Burger der Einwohner von Stanford.

StanfordAuction

RodeoStanford

RodeoStanford2

Die Unterkunft hatten wir bereits vor der Reise über das Internet gebucht, da der Ort nur ein Motel mit 13 Betten hat. Wir fanden wir gleich nebenan (16 Meilen entfernt!) in einem Gästehaus auf der Ranch "Hughes Mountain Ranch". Bei den sehr netten Gastgebern Stacey und Scott waren wir die ersten Gäste aus Europa. Dort halfen wir entlaufene Schafe wiederzufinden, leider ohne Erfolg. Kürzlich erhielten wir Post von Stacey: Die Schafe wurden nach 50 Tagen 50(!) Meilen entfernt gefunden!

Karte

HugesMountainRanch

Der Yellowstone Nationalpark lag erneut auf unserer Strecke. Dieses Mal sind wir in den "Grand Canyon des Yellowstone" den Uncle Tom's Trail u.a. über lange Eisenleitern abgestiegen. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Upper und Lower Falls des Yellowstone-River.

GrandCanyonYellowstone

GrandCanyonYellowstone

Der Mount-Rainier Nationalpark liegt im US-Bundesstaat Washington umfasst eine Fläche von 953 Quadratkilometern rund um den Mount Rainier, einem 4392 m hohen schlafenden, ständig schneebedeckten Vulkan. Da sehr früh das Licht zum Fotografieren besonders gut sein soll, versuchten wir ein Quartier im Nationalpark zu bekommen. Es überraschte uns, dass wir zur Hauptreisezeit (ca. 1,8 Mill. besuchen jährlich den Nationalpark) im historischen Hotel "Paradise Inn" (1916 gebaut) ohne Reservierung ein Zimmer bekamen. Am Abend wurde es selbst im August schon empfindlich kalt, so dass in der Hotelhalle der Kamin angezündet wurde. Als Besonderheit des Nationalparks konnten wir den bis zu 1000 Jahre alten Bestand von bis 90 Meter hohen Douglasien, Hemlocktannen und Riesenlebensbäumen bestaunen und viele Tiere aus nächster Nähe beobachten.

MountRainierNP

MountRainierNP2

Als aktive Line Dancer sollte das Tanzen in den Saloons an unserer Strecke auch nicht zu kurz kommen. Deshalb nahmen wir vor der Reise per E-Mail Kontakt zu Line Dancern in Washington, Idaho und Montana auf. Viele antworteten prompt und sehr freundlich, gleich mit weiteren Line Dance Empfehlungen. Allerdings hatten zu dieser Zeit auch viele Tanzgruppen Sommerpause. Trotzdem konnten wir an einer Line Dance Übungsstunde in Post Falls/Idaho (westlich von Spokane) teilnehmen. Kurz hinter der Grenze Washington/Idaho etwas abseits von der Interstate I-90 fanden wir den "Big Ay's Country Club" in einer sehr großen, von außen eher unscheinbaren Baracke. Ohne den Hinweis per E-Mail hätten wir den Tanzkurs in diesem Saloon nie gefunden. Äußerlich eher unscheinbar - innen ein toller Saloon mit allem was dazu gehört und natürlich einer großen Holztanzfläche. Ca. 20 Tänzer fanden sich ein und tanzten nicht nur einfache Tänze, wie wir das bisher in verschiedenen Saloons Amerikas erlebt hatten. Der Line Dance Abend lief ähnlich ab, wie die Kurse bei uns: Warmtanzen, neue Tänze (u.a. "Boys Round Here Stomp", "Waltzing At Twighlight" und "The Hotdog Boogie"), Tanzen nach Wunsch. Wir wurden aktiv einbezogen und es entwickelte sich schnell ein reger Erfahrungsaustausch. Das war auch für uns eine neue Erfahrung.

BigAysCountryClub

Einen Tanzabend mit Workshop durften wir im Saloon "Burbon Jacks Honkytonk" im Süden von Seattle/WA erleben. Hier wurde in einem Workshop ein einfacher Tanz "Catfish" gelehrt. Nachdem wir mit dem Tanzlehrer und DJ sprachen, zeigte er uns auch Tänze mit höherem Schwierigkeitsgrad u.a. "Hicktown" und "Hip Hop Line Dance". Übrigens Line Dance im Catalan-Style sahen wir auf unserer Reise nicht.

USA_BurbonJacksHonkytonk

USA_BurbonJacksHonkytonk

Alles in Allem war das wieder eine erlebnisreiche und informative Reise, deren Nachahmung wir nur empfehlen. Solltet ihr ähnliches planen oder konkrete Fragen haben, dann mailt uns ruhig, vielleicht können wir ja den einen oder anderen Tipp geben.


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